Amorgos
Die gleichnamige Hauptstadt, auch Chora genannt, liegt etwa 5 km Landeinwärts vom Hafen Katapola und 12 km vom Hafen Ägiali entfernt.
Die 56 Grossen und kleinen Inseln der Kykladen, von denen nur etwa 30 bewohnt sind, liegen im Herzen der Ägäis, wo drei Kontinente aufeinander treffen Asien, Europa, und Afrika. Sie sind die zahlreichste Inselgruppe der Ägäis und haben als gemeinsame Charakteristika Felsigen Boden, mit einigen Ausnahmen, wie z.b Naxos - Wenig Wasser, unvergleichlich schöne Strände, Kristallklares Wasser, die kühlen Metmia-Winde, bedeutende Archäologische Ausgrabungsstädte - Die wichtigste unter ihnen ist bei weitem Delos. Die Traditionelle Kykladische Architektur und die herzliche Freundlichkeit ihrer Bewohner. Von der Verwaltung her bilden sie die Provinz Kykladen mit Ermoupolis auf Syros als ihrer Hauptstadt.
Die Ureinwohner der Indeln waren Phönizier, Karer und Leleger (Mittlere Steinzeit, 7500 - 6500 v.Chr.). Zwischen 3200 und 1100 v.Chr. entwickelte sich im Gebiet der Ägäis eine bedeutende eigenständige Kultur, die Kykladische. Die Kydkladische Kulturteilt man in drei Perioden auf , die Frühkykladische (3200 bis 2000 v.Chr.) , die Mittelkykladische (2000 bis 1550v.Chr) und die Spätkykladische (1550 - 1100 v.Chr). Die bedeutendste Peridode war die sogenannte Keros - Syros Periode (2700 - 2000 v.Chr.). Die Einwohner der Kykladen kannten damals die Bearbeitung des Tons, der Bronze und des Gesteins, und fertigten aus diesen Materialien Waffen, Werkzeuge, Geräte, Schmuck und Idole. Die charakteristischen Erzeugnisse der Kykladischen Kultur sind die berühmten Kykladischen Idole, Marmorne Skulpturen von 5 cm bis 1.50 m Größe, meist weibliche, seltener männliche Skulpturen. Die Kykladische Kultur verfiel nach dem Ausbruch des Vulkans von Santorin - Ca1500 v.Chr. - und durch die Einwanderung der Dorer. Ausgrabungen haben in Keros, Milos, Naxos, Paros, Antiparos, Syros, Siphnos, Amorgos, Kea u.a bedeutende Funde der Kykladischen Kultur zutage gebracht. Im 7. und 6. Jahrh. v.Chr. erlebten die die Kykladen eine neue Zeit der Blüte, gründeten Kolonien, bauten gute Handelsbeziehungen auf und beherrschten die Ägäis, während Delos mit seinem Apollotempel zum religiösen und Kulturellen Zentrum für den ganzen griechischen Raum wurde. Während der Perserkriege wurden die Kykladen von den gegnerischen Parteien erobert, dann fielen sie jedoch von den Persern ab und Kämpften an der Seite der übrigen Griechen. Sie gehörten zum ersten Attischen Seebund, der seinen Sitz auf Delos hatte. Während des Peloponnesischen Krieges (431 - 404 v.Chr.) kämpften sie abwechselnd auf der Seite der Athener und der Spartaner. Später wurden sie von den Makedonern, Rhodiern, den Ägyptischen Ptolomäern und schließlich von den Römern unterworfen.
In der Byzantinischen Epoche waren die Inseln teil der Provinz Ägäis, für die Inseln eine Zeit des Verfalls wegen der ständigen Piratenüberfälle, denen sie ausgesetzt waren. Nach 1204 kamen die Inseln unter die Herrschaft der Venezianer. Sie bildeten das Herzogtum Naxos oder Archipelaos. In den Jahren 1537 - 1538 wurden die Kykladen von dem Piraten Barbarossa geplündert und kamen dann zwischen 1580 und 1617 unter türkischer Herrschaft. Während dieser Zeit erhielten sie von den Machthabern beträchtliche Privilegien und konnten so Handel und Seefahrt pflegen und später während der Befreiungskriege, ihre Landsleute tatkräftig unterstützen. Nach der Befreiung von den Türken wuden sie im Jahre 1830 (Vertag von London) dem Neugriechischen Statt einverleibt.
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