General Informations:

Hauptstadt Der Insel ist die Stadt Skyros, oder “Chorio”, wie sie von den Einheimischen genannt wird. Sie liegt 11 km nordöstlich des Hafens Linaria und ist amphietheaterartig auf einem steilen, felsigen Hügel erbaut. Der alte Teil der Stadt liegt verorgen hinter dem Felsen und klnnte vom Meer aus nicht eingesehen werden. Die weissen würfelförmigen Häuschen sind in Terrasen den Hang hinaufgebaut und ergeben mit ihren grauen flachen Dächern ein charakteristisches Bild.

Die Dächer der älteren Häuser sind mit dunkler silberrauer, “Melangi” genannter Erde gedeckt, unter der getrockneten Algen aufgeschichtet sind. Von innen bestehen die Decken der Räume aus fest aneinander gefügten Balken und Schif.

Die Aufteilung der Innenräume und die Ausschmückung des traditionellen skyrischen Hauses sind bewundernswert.

Erfindungsgeist, sowie eine optimale Nutzung des Raumes vereinen sich mit dem Charme echter Volkskunst. Geschmückt sind die Räume mit feinen Stickereien, reizvollen Keramikgefäßen, schön gewebten Stoffen und Bronzegegenständen. Die Einrichtungsgegenstände sind in der für die Insel charakteristischen Weise geschnitzt und werden auch heute noch von geschickten einheimischen Handwerkern in ihren Werkstätten “Chora” und “Magazia” erzeugt. Es gibt auch noch Frauen, die Stickereien und Webwaren mit den traditionellen vokstümlichen Motiven herstellen. Viele Hüuser der Stadt sind wahre volkskundliche Museen, Sie Strasse durch das Zentrum und den Hauptplatz heisst “Megali Strata”. Ihr Ausgangspunkt ist der Platz mit dem Rathaus in neoklassizistischen Stil. Zu beiden Seiten der Strasse befinden sich viele Läden, Tavernen, Ouzerien, Snack Bars und viele mehr. Ungefähr in der Mitte dieser Strecke steht die Kirche “Panagia i Melikarou”, die mitropolisßKirche der Insel, mit einer reich geschnitzten Ikonostase. Von dieser Hauptstraße aus gehen schmale Nebenstrassen ab, die zur Burg und auf die Spitze des Hügels führen. Die Burg steht an der Stelle der antiken Akropolis aus dem 5.Jahrh.v.Chr. , von der einige wenige Überreste erhalten sind. In der byzantinischen Burg mit venezianischen Zubauten befindet sich das Kloster “Agios Georgios”, des Schutzpatrones der Insel. Dieses Kloster gehört verwaltungstechnisch zu dem Kloster Megisti Lavra auf dem Berg Athos. Von dort aus hat man eine wunderbare Aussicht auf das Meer, die vielgegliederte Küste und auf die Stadt. Eine sehr schöne Aussicht hat man auch von dem kleinen Brook-Platz aus, der nach dem englischen Dichter Roopert Brook benannt ist, der auf der Insel lebte und starb und an der “Tris Boukes” genannten Stelle begraben liegt. Auf diesem Platz befinden sich ein der “Ewigen Poesie” gewidmetes Denkmal und die beiden Museen der Insel, das archäologische (Tel.: 0222-91. 327) mit vielen Fundstücken von den Ausgrabungen auf der Insel, römischen und byzantinischen Skulpturen und einem Modell eines typischen skyrischen Hauses und das historische und volkskundliche Museum mit vielen Gegenständen der Volkskunst, wie Stickereien, Webarbeiten, Haushaltsgegenständen, Werkzeugen, Einrichtungsgegenständen, Trachten, einer Bibliothek und der Darstellung eines skyrischen hauses. Sehenswert sind auch die Kirchen Eleimonitria, Archontopanagia, Agia Triada, Taxiarches, Agios ioannis u.a. An vielen Stellen ausserhalb der Stadt stehen Windmühlen, von denen aber die meisten verfallen sind. Unterhalb des grossartigen Felshügels der Chora liegen die goldenen Sandstrände Basales, Papa to Chouma und Petroula (für Nudisten). Magazia, Molos -ein kleiner Fischerhafen- , Gyrismata und noch etwas weiter weg, an der Nordostküste Agios Petros und Palamari, wo Spuren einer Siedlung der Bronzezeit (3. und 2. Jahrh.v. Chr.) gefunden wurden. In der Nähe von Trachy, 11 km von der Stadt entfernt, liegt der Flughafen. Schöne von Pinienwäldern gesäumte Strände, befinden sich an der Westküste: Kyra Panagia, Atsitsa, Pevkos. In der Nähe des Hafens Linaria liegt in einer geschützten Bucht Acherounes und dort gegenüber die unbewohnten kleinen Inseln Skyropoula und Valaxa. Weiter südlich findet man den grossen natürlichen Hafen Tris Boukes und in dessen Einfahrt die kleinen Inseln Sarakiniko und Platia. An der engsten Stelle, fast genau in der Mitte der Insel, liegen im Osten die Strände Aspous und Achili, wo sich ein Yachthafen befindet und im Westen, inmitten von Obst-und Gemüsegärten, Kalamitsa. Skyros ist touristisch gut erschlossen. Die Insel hat eine gute Infrastruktur, so dass man sie gut per Auto erkunden kann. Mit kleinen Booten werden Inselrundfahrten organisiert, so wie Fahrten in die südlichen Teilen der Insel, zu einsamen felsigen Stränden mit zauberhaften Meeresgrotten.

in den bergigen Gebieten leben noch die dort seit Jahrhunderten beheimateten wilden skyrischen Pferde, eine Ponyrasse. Sie sind vom Aussterben bedroht, aber in den letzten Jahren wurden Versuche zu ihrer Erhaltung unternommen.

Die Traditionen und der Brauchtum werden auf Skyros noch immer gepflegt. Der skyrische Karneval ist einer der schönsten und authentischsten Griechenlands. Seine Ursprünge reichen auf den Kionysos-Kult zurück. Am Faschingsmontag, “Kathara Deftera”, wird der “Trata” - Tanz getanzt . Auch kann man auf Syros noch traditionelle Hochzeiten, bei denen die alten Trachten getragen werden, erleben. Auf die Zeremonie selbst folgt ein Fest mit Volksmusik und Volkstänzen. Bei vielen Volksfesten wird in grossen Kesseln über einem Holzfeuer im Freien gekochtes Ziegenfleisch angeboten. Auf das Festessen folgen immer Musik und Tanz.

Geographie und Geschichte

Skyros ist die grösste der Sporadischen Inseln, die Landfläche beträgt 209km2 und eine Küstenlänge von 130km. Sie liegt in einiger Enfernung von den anderen Inseln, im Nordosten der Gruppe, gegenüber der Ostküste Mitteleuboias und dem Ort Paralia Kymis, von dem aus es mit Fährschiffen zu erreichen ist. Die Insel hat eine längliche Form, ihre Künstenlinie ist durch grosse und kleine Buchten reich gegliedert. In ihrem Mittelteil ist die Insel sehr schnal, was den Eindruck erweckt als bestände sie aus zwei Teilen. Der nördliche Teil ist dicht mit Bäumen und Buschwerk bewachsen, während der südliche bergig und unfruchtbar ist. Die höchste Erhebung ist der 814m hohe Kochylas-Berg. Verwaltungsmässig gehört Skyros zum Bezirk Euboia. Skyros war schon seit der jüngeren Steinzeit bewohnt, und war -nach der Mythologie- der Orr, an dem Theseus, der König von Athen, starb und begaben wurde. Hier soll auch der mythische Palast des Königs Lykomidi gestanden haben, unter dessen Töchtern die Göttin Thetis ihren als ein Mädchen verkleideten Sohn Achilles verbarg, um zu verhinder, dass er in den Trojanischen Krieg ziehe.

Die ersten Bewohner von Skyros waren Karer, Pelasger und Doloper, die von der Piraterie lebten.

Die Insel wurde von Minoern kolonisiert, dann von Athenern unter ihrem Anführer Kimon erobert (468v.Chr.) der wiederum Athener als seine Nachfolger einsetzte. Süäter wrude die Insel von den Makedonern erobert, und von den Athenern zurückerobert. Während der byzantinischen Zeit verlor sie wegen der ständigen Piratenüberfälle an Bedeutung und wurde zu einem Ort des Exils.

Sie wurde dann von den Venezianern erobert, während der Frankehrschaft von Barbarossa geplündert und schliesslich von den Türken erobert. Die Insel wurde zusammen mit den anderen Inseln befreit.

Anreise

Mit dem Flugzeug von Athen aus.

Mit dem Fährschiff von Kymi aus regelmässige Verbindungen.

Entfernung 22 Seemeilen.

Auskünfte:

Kymi erreicht man mit Bussen der KTELßVerkehrsbetriebe, deren Endstelle sich in Athen in der Liosion Str. 160 befindet.

Kyros hat mit Schnellbooten Verbindungen von Agios Konstantinos und Kymi aus (nur im Sommer). Mit Fährschiffen und Schnellbooten hat Skyros Verbindungen mit Rafina, Agios Evstratios, Limnos, Mytilini Chios, Kavala, Thessaloniki, Mykonos, Paros, Tinos, Heraklion / Kreta, Skiathos, Alonissos, Skopelos, Marmara, Pefkochori, Poroto Karra. Die meisten dieser Linien werden aber nur im Sommer betrieben.