Allgemeine Informationen

Die kleine gleichnamige Hauptstadt mit ihrem Hafen erinnert mit den neoklassizistischen Häusern an die vergangene Bedeutung der Insel. Von den Kirchen erwähnen wir die malerische Kapelle Agios Nikolaos im Hafen und die Metropolis, die der Gottheit Dionysios gewidmet ist. Sie wurde während der Türken Herrschaft erbaut wurde. In ihr wurde der erste Gouvanour Griechenlands vereidigt. Das archäologische Museum beherberg Exponate des Aphaia Tempels, eine Marmor Sphinx, eine Statue des Herakles vom Apollotempel und andere Exponate.

In der Stadt Aigina kann man den ehemaligen Regierungssitz des des Kapoistiras besichtigen, wo heute eine bedeutende Bibliothek untergebracht ist.

Im Norden des Hafens, an der Kolonna genannten Stelle, sieht man eine einzeln stehende dorische Säule, die zu einem Tempel des Apollo gehörte (6. Jhr.v.Chr.). 3 km nordöstlich der Stadt Aigina aus, führt eine Strasse in nördlicher Richtung entlang der Nordküste durch Plakakia, Leonti, Souvala, Vaia, an der Küste entlang befinden sich Orte mit Privatzimmern, Restaurants, Tavernen, Bars, etc. bis Tourlo. Eine andere Strasse führt in östlicher Richtung aus dem Hauptort bis nach Palaiochora (6 km von Aigina). Palaiochora ist eine Ruinenstadt auf einem Hügel mit einer mittelalterlichen Burg auf der Spitze. Der Ort war vom 9. bis ins 19. Jahrhundert die Hauptstadt der Insel. Heute sind nur einige alte Kirchen erhalten. Man sollte auch das Nonnenkloster Agios Nectarios besichtigen, wo der Heilige Nectarios lebte und im Jahre 1920 starb. In dem Kloster befindet sich sein Grab sowie wie die Aufbewahrung seiner Reliquien. Sein Fest ist am 9.November.

Der Ort Mesagros, im Landesinneren, 9 km nordöstlich des Hauptortes, ist bekannt für seine Traditionelle Töpferei. Man hat von dort aus einen schönen Blick auf den Tempel der Aphaia. Dieser Dorische Tempel befindet sich auf einem Hügel, 4km von Agia Marina entfernt. Er ist einer der bedeutendsten antiken Tempeln mit Säulen an allen Seiten und Giebelskulpturen aus parischem Marmor. Diese Skulpturen wurden auf Veranlassung Ludwigs von Bayern entfernt und befinden sich jetzt in der Glyptothek in München.

24 der insgesamt 34 Säulen, ein Teil der Cella (wiederaufgebaut) und zwei Säulen der Vorhalle sind erhalten.

Die Strasse führt in südlicher Richtung weiter nach Agia Marina (13 km östlich des Hauptortes) das inmitten von Pinien an der Küste liegt und einen schönen Sandstrand hat.

Die Kirche des Ortes hat ihr Kirchenfest am 17. Juli. Viele Bewohner der umliegenden Dörfer finden sich dann dort ein um zu feiern. Eine weitere Strasse führt vom Hauptort aus in südlicher Richtung durch die Orte Faros, Palaiopyrgos, Marathonas, Aiginitissa und Profitis Ilias und dann nach Perdika, einem hübschen Fischerdorf im Golf von Marathonas. Die ganze Westküste der Insel besticht durch saubere Sand- oder Kieselstrände.

Gegenüber von Perdika liegt das bewaldete Inselchen Moni (Entfernung 3 Seemeilen vom Hauptort). Im Sommer verkehren von Peridka aus ständig Boote dorthin. Nach Perdika führt die Strasse in östlicher Richtung weiter bis Sfentouri. Im Landesinneren, in der nähe des Ortes Pachia Rachi, erkennt man noch (in 530 m Seehöhe) die Überreste des Tempels des Zeus Elanios. Vier Seemeilen von Aigina entfernt liegt die Insel Angistri, die mittels Fährschiffen von Aigina und Piräus aus zu erreichen ist. Angistri ist bewaldet, hat saubere Strände, felsige Küsten und ist Hobbyfischern sehr zu empfehlen, achten Sie bitte nur darauf das sie im Besitz einer Angellizenz sind. Es gibt eine reichliche Bettenanzahl in Pension und Privathäusern, zudem gibt es eine grosse Auswahl an Tavernen und Bars.

Geography und Geschichte

Aigina befindet sich fast in der Mitte des Saronischen Golfes, südlich von Piräus und der Insel Salamis und ist umgeben von vielen kleinen unbewohnten Inseln. Aigina ist eine fruchtbare Insel mit einzelnen Flachebenen inmitten niedriger Hügel, reizvollen Buchten und schönen Stränden.

Die Landfläche beträgt 84 Quadratkilometer. Das Klima ist mild und besonders geeignet für den Anbau von Pistazienbäumen sowie dem Weinanbau. Die Insel ist seit der Jüngeren Steinzeit besiedelt. Die ersten bekannten Siedlungen erschienen etwas 3000v.chr. an der “Kolona” genannten Stelle und in Agia Marina. Später besiedelten die Dorer die Insel und brachten mit ihnen den Kult des Zeus Elanios. Im 6. Jhr.v.chr. hatte Aigina eine grosse Handelsflotte und stellte eine beachtliche Seemacht dar. Seine Schiffe brachten die landwirtschaftlichen Produkte der Insel und der Keramik, die auf der Insel erzeugt wurde in alle Länder des Mittelmeerraumes. Während der Perserkriege spielte die Flotte der Aiginioten eine wichtige Rolle, aber in der Folgezeit gewannen die Athener die Übermacht. Als Folge davon kam die Insel im Jahre 456.v.chr. unter die Vorherrschaft der Athener. Die Aigina hatten sich im Peloponnesischen Krieg auf die Seite der Spartaner geschlagen und mit ihnen gegen Athen, die Gegenpartei von Sparte, gekämpft.

Anschliessend kam die Insel nacheinander unter die Herrschaft der Spartaner, der Thebaner, der Makedoner und der Römer und wurde schließlich an Atalos, den König von Pergamos, verkauft. In der byzantinischen Zeit wurde die Insel oft von Piraten angegriffen und geplünder, daher zogen sie die Bewohner in ds Innere der Insel zurück. Dort erbauten sie den byzantinischen Hauptort, Palaiochora, und befestigten ihn mit eienr burg. Später wurde die Insel von den Venezianern und schließlich von den Türken (1718) erobert.

Aegina beteiligte sich am Freiheitskampf von 1821 gegen die Türken.

Nach der Befreiung war Aigina eine Zeitlang die vorläufige Hauptstadt des neugegründeten griechischen Staates und sitz des Kapoistrias, des ersten Gouverneurs des freien Griechenlands.

Anreise

Mit der Fähre von Piräus nach Aigina und Agia Marina, die entfernung beträgt ungefähr 13. bzw. 17 Nautische Seemeilen)

Zudem gibt es regelmäßige Schnellboot Verbindungen von Piräus und Zea aus.

Mit der Fähre und den Schnellbooten gibt es zudem Verbindungen von Piräus und Zea aus nach Angistri, Methana, Poros, Hydra, Spetses, Emioni, Porto Heli, Leonidio, Monemvasia, Nafplion, Neapolis und kythira.