Allgemeine Informationen
Die Altstadt von Rhodos ist von mächtigen Mauern mit 9 Stadttoren umgeben, die vom Ritterorden errichtet wurden sind. Betritt man die Altstadt durch das “Tor der Freiheit” trifft man auf die Ruinen eines Aphrodite-Tempels und kommt dann zur Herberge der Auvergene. Andere bedeutende Gebäude dort sind das alte Hospital, wo heut die Behörde für Archäologie untergebracht ist, die Kirche “Panagia tou Kastrou”)11. Jahrh.), die Herberge der Engländer, das Hospital des Ritterordens - heute das archäologische Museum. Der schönste Teil der Ritterstadt ist die mit Steinplatten gepflasterte “Straße der Ritter” mit ihren prunkvollen Gebäuden zu beiden Seiten. Sie endet beim Palast des Großmeisters, einem riesigen Gebäudekomplex mit starker Befestigung und vielen schönen Sälen. In einem anderen Teil der Altstadt befindet sich der Kastelliana-Palast der Admiralität, das Hl. Katharinen-Hospital, Ruinen verschiedener katholischer und orthodoxer Kirchen und Moscheen. In den Geschäftsstrassen der Altstadt sieht man Läden mit Volkskunst, Lederwaren, und Schmuck, sowie Tavernen, Bars und vieles weitere.
Die vielen kleinen Plätze sind geschmückt mit steinernen Brunnen. In der Altstadt befinden sich auch die wichtigsten Museen und Sammlungen:
Das archäologische Museum (im Hospital des Ritterordens, Tel.: 0241-27.657), die Pinakothek (in einem Gebäude auf dem Simi-Platz), das Volkskunde Museum (in einem Gebäude auf dem Argyrokastro Platz Tel.: 27.764) und die frühchristliche und byzantinische Sammlung in der Kirche “Panagia tou Kastrou”.Die neue Stadt entwickelte sich ausserhalb der der Mauern der mittelalterlichen Stadt und ist voll von Gegensätzen. Man sieht venezianische, gotische und arabische Gebäude und zwischen ihnen Monumentalbauten in italienischen Kolonialstil, die meisten von ihnen rund um den alten Hafen, Mandraki. Die wichtigsten von ihnen sind: der neue Markt, die Nationalbank, die Präfektur, die Gerichtsgebäude, das Rathaus und das Theater. Dort sieht man auch die Evangelismos-Kirche, die Burg Agios Nikolaos mit der gleichnamigen Kapelle und dem Leuchtturm und die beiden Bronzehirsche, das Wahrzeichen der Insel, die auf ihren hohen Säulen die Hafeneinfahrt bewachen. An dieser Stelle, stand der Überlieferung nach der Koloss von Rhodos, eines der sieben Weltwunder des Altertums. in der Nähe der Agios Nikoaos-Burg stehen drei byzantinische Mühlen aus Naturstein. Im Norden der Neustadt liegt das “Haus des Meeres”, im Westen, auf dem Agios Stephanos-Hügel, der auch “Monte Smith” genannt wird, die Akropolis des antiken Rhodos mit Überresten von Tempeln der Athena, des Apollon und des Zeu, einem wiederaufgebauten Theater und einem Stadion aus dem 3. Jahrh.v.Chr. Eine der idyllischsten Stellen der Stadt ist der Rodini-Park.
An der Ostküste der Insel befinden sich einige der am meisten besuchten Ferienorte. Erwähnt seien Kalllithea mit seinen Thermen, einer Kuranlage, die während der italienischen Besatzung im Kolonialstil erbaut wurde, aber heute nicht in Betrieb ist. In südlicher Richtung folgen dann: Faliraki mit Touristischer Infrastruktur, Afantou, wo es auch einen Golfplatz gibt, Tsambika, Archangelos - eines der reizvollsten Dörfer der Insel mit schönen alten Häusern, mit Töpferwerkstätten und Läden, Massari, Charaki mit seiner mittelalterlichen Burg, Feraklos und Lindos (46 km von der Stadt Rhodos).Das mittelatlerliche Lindos mit seinen schönen Patrizierhäusern, den steilen gepflasterten Gassen, den Treppenanlagen, den weiss gekachelten Wänden, den dunklen Terrassendächern, alles drängt sich eng aneinander geschmiegt, amphitheaterartig den steilen felsigen Hang hoch. Auf dem Gipfel des Hügels liegt die Akropolis. Man betritt sie durch den monumentalen Aufgang, passiert das Verwaltungsgebäude, die Ruinen der byzantinischen Kirche “Agios Ioannis” (13. Jahrh.) und koomt zur grossen Stoa, einem Gebäude aus der Zeit um 200 v.Chr., von dessen ursprünglich 42 dorischen Säulen 20 erhalten sind.
Erhalten sind auch Reste der Monumentaltreppe, der Propyläen und des der Athena Lindia (2. Hälfte des 4. Jahrh. v.chr.). Letzterer ist auf dem Gipfel des Felsens erbaut, man hat von da aus eine herrliche Aussicht auf die anderen Baudenkmäler der Akropolis und auf die umliegenden kleinen Buchten. In der Nähe der Akropolis liegen auch das Grabmal des Kleobolous und verschiedene andere Gräber, die Reste eines antiken Theaters und eines kleinen Heiligtums, sowie der kleine Hafen “des Apostels Paulus”, wo der Apostel der Überlieferung nach gelandet sein soll, als er nach Rhodos kam um hier das Christentum zu lehren.
nach Lindos kommt man durch die Küstensiedlung Lardos, Gennadi, Istros und schliesslich au Kap Prasonisi, dem südlichsten Punkt der Insel.
Gleichermassen interessant ist auch die Westküste von Rhodos mit ihren vielen Hotelkomplexen und archäologischen Ausgrabungsstätten.
5,5 km von dem Küstenort Ialyssos oder Trianta entfernt liegen die Ruinen der Akropolis des antiken Ialyssos, des Tempels der Athena Polias und des Zeus Polieus, ein kreuzförmiges Batisterium, das zu einer frühchristlichen Basilika aus dem 5. Jahrh.v.Chr. gehörte, die wiederaufgebaute gotische Kirche “Panagia tis Filermou”, die von Rittern des Johanniterordens erbaut wurde, die kleine unterirdische Kirche “Agios georgios tou Christou” sowie die überrester der byzantinischen Befestigungsanlage. Nicht weit von dort sieht man auch einen dorischen Brunnen.
Dem Eingang zur Ausgrabungsstätte gegenüber beginnt deer sogenannte “Golgotha-Hügel”, ein gepflasterter Weg mit 14 Kupferreliefs auf der einen Seite, welche die Stationen des Kreuzwegs darstellen. Auf der Weiterfahrt kommt man durch die Küstendörfer kremasti und Pradisi, mit Hotels, Verkaufsläden etc. Dort befindet sich auch der Internationale Flughafen von Rhodos. Etwas weiter kommt man zu einer Abzweigung, die in östlicher Richtung zu dem zauberhaften Petaloudes-Tal führt (26km von der Stadt Rhodos entfernt). Es handelt sich um einen einzigartigen Naturpark, wo man jedes Jahr von Mai bis September tausende von Schmetterlingen sehen kann, die dort an den Stämmen der Bäume leben. Die Küstenstrasse führt weiter nach Soroni und Kalavarda und schliesslich zur archäologischen Ausgrabungsstätte Kamiros. Die Stadt war amphitheaterartig an einem unbefestigten Hügel erbaut. Zu sehen sind Überreste von Häusern, eine Wasserleitung, die Agora mit einer dorischen Säulenhalle, ein hellenistischer heiliger Hain, die Hauptstrasse der Stadt, Spuren des Peripteros-Tempels der Athena. Auf den umliegenden Hügeln hat man antike Nekropolen ausgegraben. An einem Grab fand sich die berühmte Stele von Krito und Timariste, eines der wertvollsten Objekte im Archäologischen Museum von Rhodos. Die Strasse führt in Südlicher Richtung weiter nach Skala Kamirou, einen malerischen Hafen, nach Kritinia und Monolitho mit venezianischen Kastellen, nach Apolakkia, ein reizvolles inmitten von Bäumen gelegenes Dorf mit vielen Tavernen, und nach Kattavia.
Das innere der Insel mit seien landschaftlichen Reizen und den Dörfern in traditionellem Stil ist ebenfalls sehr interessant, Fountoukli mit seiner charakteristischen Vier-Schiffigen Kirche des hl. Nikoaos. Profitis Ilias mit dem gleichnamigen Kloster in sehr schöner Lage und mit wunderbarer Aussicht. Salakos ein reizvolles Bergdorf, Apollona, Eleousa, Agios Isidoros, Embona, Laerma, Asklipio, Mesanagros, Istrios, Prfilia, Psinthos, Maritsa u.a.
Auf Rhodos kann man viele kulturelle Veranstaltungen besuchen, Son et Lumiere- Vorführungen im Palast des Ritterordens, Theater und Volkstanzaufführungen im Theater, das im mittelalterlichen Burggraben eingerichtet ist, Konzerte, Liederabende etc.
In vielen Dörfern werden Kirchenfeste gefeiert mit Festessen und Volkstänzen.
Auf Rhodos gibt es auch viele Hotels mit den nötigen Einrichtungen zur Abhaltung von Kongressen.
Geographie und Geschichte
Rhodos ist die grösste der Inseln der Dodekanes und die viertgrösste Insel Griechenlands. Die Landfläche beträgt 1.398 km2 und die Küstenlänge beträgt 220km. Im Westen ist die Insel bergig, mit dem Attavyros (1.215m) und dem Akromytis (825m) als höchsten Gipfeln. Rhodos hat reichlich Wasser, ist sehr fruchtbar und hat ein sehr mildes Klima. Rhodos war seit der jüngeren Steinzeit besiedelt. der name der Insel geht auf dei mythische Nymphe Rhodos oder Rhode zurück, einer Tochter des Poseidon und der Amphitrite. Eine wichtige Phase in der Geschichte der Insel war der Städtebund der drei mächtigen dorischen Städte Ialyssos, Lindos und Kamiros und die Gründung der Stadt Rhodos an der Nordost Spitze der Insel (408.v.Chr).
Der Machtbereich der Insel wurde damals bedeutend ausgedehnt, sie prägte eigene Münze, hatte eine starke Armee und eine bedeutende Flotte und erlebte eine Zeit der Blüte der Kunst und der Wissenschaft. nach dem 3.Jahrh.V.Chr. folgte eine Zeit des Verfalls. 57 n.Chr. weilte der Apostel Paulus auf der Insel, lehrte und taufte die ersten Christen.
In der byzantinischen Epoche war die Insel ohne Bedeutung. In den folgenden Jahrhunderten kam sie erst unter die Herrschaft der Kreuzritter, dann der Genueser, des Johanniterordens und schliesslich unter die der Osmanen. Unter der Herrschaft der Johanniter erlebte Rhodos einen bedeutenden Aufschwung (1309 - 1522). Damals wurde die mittelalterliche Stadt erbaut und eine mächtige Flotte eingerichtet.
Heute ist Rhodos eine kosmopolitische Insel mit internationalem Flair. Der Besucher findet alle Annehmlichkeiten und alle erdenklichen Möglichkeiten für Sport und Unterhaltung.
Anreise
Rhodos unterhält mit Olympic Airways Flugverbindungen nach Athen, Iraklio, Thessaloniki, Karpathos, Kassos, Kos, Megisti, Mykonos und Santorini.
Der Flughafen befindet sich 16km außerhalb der Stadt Rhodos.
Zudem wird Rhodos auch vielen Internationalen Chaterfluggesellschaften angeflogen.
Mit dem Fährschiff unterhält Rhodos Verbindungen nach Piräus, den Inseln der Dodekanes und den Kykladen, mit Thessaloniki, Kreta und Zypern.
Die Entfernung von Piräus beträgt 250 Seemeilen.
Mit Schnellbooten bestehen Verbindungen mit den Inseln der Dodekenes und der östlichen Ägäis.
